Turdus merula - Amsel

AmselEine der bekanntesten Vogelarten ist die Amsel. Sie kommt in jeder Stadt vor und läßt ihren Gesang schon im Vorfrühling erschallen.

Das Männchen hat ein vollkommen schwarzes Gefiederkleid und einen gelben Schnabel. Wer genau hinsieht, sieht auch den gelben Ring um das Auge. Das Weibchen ist dagegen dunkelbraun, unterseits verwaschene Flecken, Schnabel dunkelbraun.

Als Nahrung dienen Regenwürmer, Kerbtiere und Schnecken, die aus dem Boden gehackt, gescharrt oder gezogen werden. Im Herbst und Winter besteht das Hauptnahrungsangebot hauptsächlich aus Beeren und Früchten, die von Bäumen und Sträuchern gepflückt werden.

Das Nest wird in Hecken, Büschen, Bäumen, Spalierwänden und Balkone gebaut. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern und werden 11 bis 15 Tage bebrütet. Die Nestlinge bleiben noch 12-16 Tage, bevor sie flügge werden. Die Elterntiere können 2 bis 3 Jahresbruten machen.

Amseln sind keine typischen Zugvögel, dennoch machen sie Wanderbewegungen. Hierbei muß vom Standort unterschieden werden. Die nördlich wohnenden Vögel ziehen eher in den Süden als die im südlichen Europa. So ziehen aus Schweden 76%, während aus Mitteleuropa nur 25%, wobei der Anteil an Weibchen höher als an Männchen ist. Es scheint als ob diese ihre Brutreviere besser verteidigen können, wenn sie den Winter über ausharren, haben aber auch eine höhere Sterblichkeit.

Die ersten Zugbewegungen sind im Juli zu beobachten, während in der zweiten Septemberhälfte eine Verstärkung zu beobachten ist, was sich bis Mitte Oktober hinzieht. Ende Oktober enden die in den Süden wie Norditalien und Südfrankreich ziehenden Gruppen. Bei extremer Witterung kann es zu einer Kälteflucht kommen. Mitte Februar und Mitte April treffen die Heimkehrer wieder ein. Sie ziehen nachts und in den frühen Morgenstunden und überfliegen dabei auch die Alpen und das Mittelmeer.