Salamandra salamandra - Feuersalamander

SalamanderDieser Schwanzlurch ist mit seiner schwarzgelben Färbung unverwechselbar. In Mitteleuropa kann er eine Länge von bis zu 20 cm erreichen.

Sein Körper ist plump und der Kopf breit mit auffallenden Paratoiddrüsen (Ohrdrüsen). Die Haut glänzt lackmäßig glatt und am Rücken und Flanken gehen die Längsreihen von Drüsenporen entlang. Die Beine sind kurz und kräftig, der Schwanz rund und kürzer als der Rest des Körpers. Die Männchen sind meist kleiner und haben einen breiteren Kopf als die Weibchen.

Die Paarung erfolgt an Land und die Weibchen setzen die weitentwickelten Larven ins Wasser ab. Diese schlüpfen während des Geburtsvorgangs aus den Eihüllen (Ovoviviparie).

Die Larve mit dem großen Kopf und wohlausgebildeten äußeren Kiemen lebt im Wasser, mit den zwei Beinpaaren und dem erst ab Körpermitte beginnenden Rückenkamm bewegt sie sich darin. Die Färbung ist sand- bis olivfarben und mit zahlreichen schwarzen Flecken übersäht. Am jedem Beinansatz ist der charakteristische gelbe Fleck zu finden, der sie von den Bergmolch-Larven unterscheidet.

Sie kommen in West-, Mittel- und Südeuropa vor, teilweise in Nordwest-Afrika und Südwest-Asien. Besonders in den Mittelgebirgslagen und Wäldern des Flachlandes, bis 1500 m NN. Laub- und Mischwälder sind hier ihr Lebensraum, mit feuchten Schlucht- und Hanglagen. Tagesverstecke sind kühlfeuchte Schlupfwinkel unter Baumstämmen, flachen Steinen oder dickem Moos, aus denen die nachtaktiven Tiere dann hervorkommen. Ein wichtiger Bestandteil ist ein Gewässer, das sauerstoffreich, sauber und kalt ist und eine geringe Fließgeschwindigkeit aufweist.

Von Februar bis November ist der Feuersalamander aktiv, gelegentlich auch im Dezember und Januar. Ihre Nahrung besteht aus Nacktschnecken, Asseln, Würmern und Insektenlarven.

Natürliche Feinde haben die Feuersalamander so gut wie keine, dank des giftigen Sekrets, das in zahlreichen Hautdrüsen gebildet wird. Durch die Farbmuster wird ein Warnsignal an die Umgebung gegeben und reicht als Schutz für die behäbige Fortbewegung und sonstige Wehrlosigkeit aus.

Die Fortpflanzungsweise ist eine Besonderheit unter den Amphibien: sie treffen sich nicht, wie die anderen Amphibien, im Frühjahr bei einem Laichgewässer, sondern die Paarung erfolgt im späten Frühjahr oder Sommer an Land. Dabei kriecht das Männchen unter das Weibchen, nimmt dieses Huckepack, umklammert die Vorderbeine und stimuliert es durch Kopf- und Schwanzbewegungen. Sobald das Weibchen darauf reagiert, legt das Männchen die Spermatophore ab, den das Weibchen durch ihre Kloake auf. Von da gelangt sie in eine Samentasche (Receptaculum seminis), in dem die Samen bis zur Reife der Eier gespeichert werden.

Bei den Weibchen reifen in jedem der paarigen Eileiter zahlreiche Eier, die in die Gebärmutter wandern und dort befruchtet werden. Die Embyonalentwicklung benötigt 10 Monate. Der Dottervorrat ernährt die Embyronen, Wasser und Sauerstoff wird durch die Eihülle aufgenommen.