Mit 480 angemeldeten Bogenschützen dürfte diese Bowhunter vom 26./27.09.2015 sehr gut besucht gewesen sein. Wieder trafen sich aus ganz Deutschland die Feldbogenschützen in Rheinland-Pfalz auf dem Erbeskopf, um in zwei Tagen den Deutschen Meister in der jeweiligen Klasse zu finden. Für die große Anzahl Schützen wurden drei Parcours von Kalle Hörnig vorbereitet, die er wie von ihm gewohnt, trickreich und spannend gestellt hatte. Da war das Tier 'unsichtbar' in einer Senke gestellt oder optisch war eine Kante, die die Entfernung verkürzte. Bei manchen Zielen war es für kleine Menschen (ca. 1,65 Meter) schwer, den Kill zu sehen.

Bereits am Freitag wurde die Bogenkontrolle durchgeführt. Hier werden die Bögen dahingehend kontrolliert, daß sie den Anforderungen der Klasse entsprechen und bei den Ferngläsern keine Möglichkeit besteht, über sie die Entfernung zu schätzen. Schon hier traf ich viele bekannte Gesichter aus den letzten Jahren.

Leicht bewölkt begann der Samstag. Um 9:00 Uhr war die Ansprache durch den Präsidenten, Turnierleiter, Parcoursbauer und Bürgermeister des Ortes, erst nach dem Marsch zur jeweiligen Startscheibe flog um 9:45 Uhr der erste Pfeil. Schönerweise war ich mit Bea und Nicole in einer Gruppe. Zu sechst starteten wir schon Scheibe 21 mit der Drei-Pfeil-Runde.
DFBV DM Bowhunter 2015Meine Finger waren kalt und ich fand, daß der Wind, wenn auch nicht stark, aber doch konstant war. Erst bei der Pause im Hunsrückhaus wurden wie endlich soweit warm, daß ich in der Doppelhunter auch etwas traf. Die erste Scheibe mit dem Geparden stellte für uns kleineren Frauen eine Herausforderung dar, da durch den Farn nur obere Schultern/Nacken und Kopf sichtbar war. Ich freute mich, daß ich beide Pfeile drauf hatte. Und weiter ging es mit "mühsam nährt sich das Eichhörnchen". Hier mal 5 Punkte, da mal 10 Punkte, manchmal nur 8 oder auch mal 13 Punkte. Insgesamt kam ich auch 89 Punkte.
Die restlichen Ziele der 3-Pfeil-Runde standen an. Es lief sehr gut, traf viermal mit dem ersten Pfeil, zweimal mit dem zweiten Pfeil. Am Ende ergab es 188 Punkte, insgesamt 277 Punkte.

Fröhlich und gut gelaunt kamen wir zwischen 16:00/17:00 Uhr aus dem Parcours und gaben die Karten ab. Die Auswertung lief noch als wir uns auf den Weg zum Zimmer mit heißer Dusche und Abendessen machten. Ein Blick auf die Homepage, vor dem Essen, zeigte schon die Ergebnisse und die neue Scheibeneinteilung. Margarete und ich sollten bei den Traditionell Recurve Seniorinnen mitschießen.

Strahlend blauer Himmel und mit der Ankündigung, daß es ein, zwei Grad wärmer werden sollte, begrüßte uns der Sonntag. Dennoch war es um 9:00 Uhr morgens immer noch sehr frisch auf dem Erbeskopf. Diesmal gelang es mir, meine Finger warm zu behalten und bei Scheibe 20 ging es 09:35 Uhr mit den ersten Pfeilen in der Drei-Pfeil-Runde los. Nach einer kurzen Pause folgten wir den anderen Langbogenfrauen hinunter über die Straße ins "Loch". In der Doppelhunter standen die Tiere mal auf der Wiese, mal im Wald und der Blick ging so mal ins Dunkle oder hinaus ins Helle. Der lange Abstieg begann, an dessen Ende uns der Schuss auf den großen Keiler empfing. Nach zwei Körpertreffern ging es zu den Kaimanen und dem Krokodil. Beim Krokodil brach der erste Pfeil, den ich darüber in den Schlamm geschossen hatte, direkt an der Spitze ab. Danach ging es wieder aufwärts.
Bei Scheibe 15 erwartete uns erneut ein Gepard, diesmal wieder im Drei-Pfeil-Modus. Erneut war für mich nur der Kopf und der Hals/Nacken erkennbar. Hoher Farn davor erschwerte das Schätzen der Entfernung, so daß ich ihn erst mit dem zweiten Pfeil getroffen habe. Diesmal brauchte ich für die restlichen Ziele oft den zweiten Pfeil. Beim liegenden Hirsch mit den Punkten traf ich mit dem ersten Pfeil das Kill. Mit 87 Punkten in der Doppelhunter und 196 Punkten in der Drei-Pfeil-Runde habe ich konstant geschossen und beendete mit 261 Punkten den Tag. Es war schon bei der Abgabe klar, daß Margarete mehr als ich hatte. Bea hat am zweiten Tag noch kräftig aufgeholt und erreichte den dritten Platz.

Die Auswertung dauerte etwas, so daß die Siegerehrung erst etwa 18:30 Uhr begann. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es noch kälter und meine Kamera machte nicht mehr mit. Nachdem wir dann recht durchgefroren die Ehrung der Mannschaften abgewartet hatten, machten wir uns auf den Weg, um noch etwas Warmes zu essen.

Die Unterkunft in Himmelberg war groß, luxuriös, mit Sofaecke, Küchenzeile, Kühlschrank und extra Schlafzimmer. Das angeschlossene Restaurant war in Ordnung, der Salat in "Zur Linde" dagegen um Klassen besser.

Langbogen Damen

Siegerehrung

01. Margarete  601  
02. Martina P. 561
03. Bea 536
04. Martina S. 527
05. Evelyn 503
06. Rosi 478
07. Nicole 444
08. Simone 440
09. Bettina 409
10. Katja 394
11. Elke 396
12. Nadine 300
     

 DFBV DM Bowhunter 2015