Ankunft in Hinterglemm

Die Fahrt ging länger als das Navigationssystem geplant hatte. Staus durch Unfälle (ausgebranntes Auto an der Seite) oder einfach zähfließender Verkehr verlängerte die Fahrt. Durch die Klimaanlage im Auto von Ralf nur halb so schlimm. Sogar das Navi hatte Schwierigkeiten in der Berechnung der Ankunftszeit und als wir in das Tal einfuhren, korrigierte es diese ganz schnell.

Nach dem Einchecken im Hotel, bin ich erstmal zur Practice Range, den Einschießbahnen. Ralf war schon da und nach ein paar Schüssen sind wir zur Bogenkontrolle. Nach genauer Inspektion habe ich für beide Bögen und das Fernglas die Kleber bekommen, bei der Registration gab es eine Tüte mit den Scorekarten, Infos zu den Parcours, Buskarte und Goodies.

Das Abendessen war insgesamt reichlich: Salat an der Bar soviel man will, dann Vorspeise (Gemüse Frühlingsrollen mit scharfer Soße), Hauptgang (Tofu mit Rattatoullie und Pasta) und was Süßes als Nachtisch (Erdbeeren).

Beim Essen traf ich Jeff aus Neuseeland, er schießt seit über zwanzig Jahren Langbogen. Es war ungewohnt, nach den englischen Begriffen zu suchen, aber wir konnten uns doch erstaunlich gut verständigen. Themen wie Trainingsdaten, gap shooting, Schießen im Regen, Verletzungen am Knöchel, Bogen und Pfeile verkürzten den Abend.

Durch die Hitze habe ich etwas Kopfschmerzen, eine Nacht mit Schlaf sollte helfen.

Blick vom Balkon Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

Samstag

Die Sonne schien morgens direkt bei mir ins Zimmer und die angekündigte Hitze war schon zu spüren. Daher bin ich nach dem Frühstück zu den Einschießbahnen, um mit beiden Bögen zu schießen.

Blick vom Balkon

Der Unterschied zum Falco, den ich schon längere nicht mehr geschossen habe, war deutlich spürbar, aber stellte nach ein paar Schüssen kein Problem dar. Danach kam der Stegmeyer zum Einsatz. Beide Bögen habe ich etwa gleich oft geschossen. Erwin schaute vorbei. Er hat seinen Wohnwagen etwas weiter weg stehen, so daß er den privaten Parcours dort vor Ort nutzen wird, statt extra herzufahren. Gegen Ende lernte ich Colleen aus Irland kennen, die ihren neuen Langbogen mit sehr schmalem Shelf erst ein paar Wochen hat. Entsprechend schwer zu schießen ist er.

 Treffer

Nach etwas Abkühlung im Hotel ging ich noch in der Fußgängerzone einkaufen, schaute mir auf dem Rückweg das Dorf an und schaute nochmal bei den Einschießbahnen vorbei. Hier konnte ich den Belastungstest für Franzbogentiere beobachten, die 2018 zur internationalen Bowhunter in Deutschland verwendet werden sollen.

Beschusstest

Ankunft in Hinterglemm

Die Fahrt ging länger als das Navigationssystem geplant hatte. Staus durch Unfälle (ausgebranntes Auto an der Seite) oder einfach zähfließender Verkehr verlängerte die Fahrt. Durch die Klimaanlage im Auto von Ralf nur halb so schlimm. Sogar das Navi hatte Schwierigkeiten in der Berechnung der Ankunftszeit und als wir in das Tal einfuhren, korrigierte es diese ganz schnell.

Nach dem Einchecken im Hotel, bin ich erstmal zur Practice Range, den Einschießbahnen. Ralf war schon da und nach ein paar Schüssen sind wir zur Bogenkontrolle. Nach genauer Inspektion habe ich für beide Bögen und das Fernglas die Kleber bekommen, bei der Registration gab es eine Tüte mit den Scorekarten, Infos zu den Parcours, Buskarte und Goodies.

Das Abendessen war insgesamt reichlich: Salat an der Bar soviel man will, dann Vorspeise (Gemüse Frühlingsrollen mit scharfer Soße), Hauptgang (Tofu mit Rattatoullie und Pasta) und was Süßes als Nachtisch (Erdbeeren).

Beim Essen traf ich Jeff aus Neuseeland, er schießt seit über zwanzig Jahren Langbogen. Es war ungewohnt, nach den englischen Begriffen zu suchen, aber wir konnten uns doch erstaunlich gut verständigen. Themen wie Trainingsdaten, gap shooting, Schießen im Regen, Verletzungen am Knöchel, Bogen und Pfeile verkürzten den Abend.

Durch die Hitze habe ich etwas Kopfschmerzen, eine Nacht mit Schlaf sollte helfen.

Blick vom Balkon Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

Sonntag

Am frühen Morgen war es trocken. In den Gebirgszügen hingen die Wolken fest und es hat deutlich spürbar abgekühlt. Entspannt begann der Tag mit Frühstück um 7:30, danach war Treff bei den Einschießbahnen geplant. Als ich dort hin kam waren schon sehr viele dort, so daß ich Jeff nicht finden konnte. So schoss ich mit Uwe und Volker.

Blick vom Balkon

Jürgens Bogen hat sich nach einem Schuss mit einem Pfeil mit kaputter Nocke zerlegt, so daß die Abstandsunterlagsscheiben der Cams kaputt waren. Ersatzbogen hat er keinen dabei, so daß er nun nicht mehr mit schießen kann.

Mit Uwe und Volker bin ich nachmittags in den Trainingsparcours am Ende des Tals, mit Bergbahn, gegangen. Die Seilbahn brachte uns hoch in den Hang zu den Wolken, kurz nach ein Uhr haben wir bezahlt und sind los. Es tröpfelte erst, aber es wurde dann etwas stärker. Das erste Ziel war die liegende Katze im Schuss nach unten. Der Schauer ließ dann nach und es wurde dann richtig nett mit drei weiteren Schützen, die sich uns angeschlossen haben. Beruhigend war für mich, daß auch die anderen nicht jedes Ziel mit dem ersten Pfeil trafen.

Treffer

Gruppenbild

Erst ging es ab, dann wieder auf. Nach 15 Zielen waren wir wieder bei der Seilbahn. Da es kurz nach drei Uhr war, haben wir abgebrochen, um rechtzeitig beim Briefing für die Deutschen um vier Uhr zu sein. Schnell umgezogen und hin. Nach der üblichen Ansprache dann einige ernste Worte, dann sind wir zum Abendessen. Da es mit recht starkem Regen angefangen hat, bin ich nicht zum Marsch der Nationen. Einfach zu naß.

Montag, erster Wettkampftag

Um 8:15 war Treffen für das Briefing aller Schützen auf dem Übungsplatz. Nacheinander wurden die verschiedenen Gruppen zu ihrem Parcours geleitet. Gruppe I mit den Langbogen, allerdings ohne die Männer, waren heute im violetten Parcours, dem Salzburger Land Runde, zugeteilt.

Mit der Seilbahn UBahn ging es auf den Berg hinauf. Es war bewölkt und immer wieder mehr oder weniger starker Regenschauer von oben.

Blick ins Tal

Zusammen mit Elvira (Captain), Astrid, Annette, Wanda und Margarit ging es zur Startscheibe 25. Erst 10:15 war dann Schießbeginn. Bei mir fing es nicht so gut an, aber nach 13 Zielen wurde es dann deutlich besser. Der Weg führte durch den Zauberwald, voll mit Bartflechten und wie grünes Haar aussehende Flechten. Es war sehr steil, manchmal sehr rutschig, aber kamen alle heil wieder raus. Ein Ziel war eine Gruppen-Null.

Der letzte Pfeil flog 17:15 auf den Steinbock, der auf den Hinterbeinen aufgerichtet ist. Nach Abgabe der Scorekarten ging es dann nach unten.

Gruppenbild

Martina 288 Punkte

Dienstag, zweiter Wettkampftag

Nach dem Briefing um 08:15 ging es für die Gruppe I in den weißen Parcours in 1200 Metern Höhe. Nach der Fahrt mit der Seilbahn waren bei der grandiosen Aussicht erstmal Bilder machen angesagt.

Blick ins Tal

Blick ins Tal

Nach einer Begrüßung durch den Marshall, wurden wir zum Ziel 23 geführt. Nach der Null am ersten Ziel, habe ich dann besser getroffen. Wir begannen auf der steinigen Seite des Gipfels und waren auf der anderen Seite von Moos und Flechten umgeben. So habe ich mir die Lüneburger Heide vorgestellt.

Nach 7 Stunden und einige Kraxelpartien später, hatten wir alles geschossen. Schafe und Krähen haben uns begleitet, teilweise waren sie den Zielen zu nahe. Nach einem Gruppenbild beim Gipfelkreuz, machten wir uns auf den Heimweg.

Treffer

31. Platz Martina 360 Punkte Gruppenbild

Mittwoch, dritter Wettkampftag.

Für heute stand die Doppelhunter, pro Ziel zwei Pfeile von zwei Positionen.  Nach dem Briefing ging es erneut zur Seilbahn, diesmal auf der anderen Seite des Tales und etwas weiter als bislang zu laufen. Von der oberen Station ging es noch einen guten Fußmarsch weiter bis zum Sammelplatz. Scheibe 18 war das zweithöchste Ziel, an sich eine ideale Startscheibe.

Nach der Tröte begannen wir mit dem Schiessen. Schönerweise diesmal nicht eine Null zum Start. "Mühsam nährt sich das Eichhörnchen" war das Gefühl, das sich bei mir breit gemacht hatte. Wenigstens war nicht soviel Kraxelei dabei wie die letzten beiden Tage.

Treffer

Treffer

Nach etwa 5,5 Stunden waren gegen halbvier fertig. Mit 156 Punkten wurde ich Gruppenbeste.

Gruppenbild

Wie sich später herausstellte, habe ich mich insgesamt um 3 Plätze verbessert (28. Platz), in der Tageswertung habe ich Platz 24 erreicht habe.

 Blick ins Tal

Blick ins Tal

Übersicht

Donnerstag, Ruhetag

Wir Langbogenfrauen haben es gut getroffen, daß wir heute nicht schießen müssen. Morgens war es noch sonnig und leicht bewölkt. Jetzt, 14 Uhr, haben wir Regen bis Starkregen.

Das Briefing war für mich als Zuschauer interessant und mit denen aus dem Parcours Weiss gab es noch eine Tanzeinlage.

Nach einem Einkauf sind wir hoch zur Almhütte und haben Ralf und Hubert wohl gerade verpasst, aber haben dann bis zum Mittag Compound- und Langbogenschützen beobachtet. War auch interessant, vor allem, daß auch Compounder vorbeischiessen bei 14 Metern Rebhuhn.

Freitag, 4. Wettkampftag

Das Wetter versprach leichte Bewölkung, nicht zu heiß, allerdings starteten wir eine halbe Stunde früher, 7:45 Uhr. Heute stand der grüne Parcours an, ganz hinten im Tal. Bei der Hunterrunde wird pro Ziel nur ein Pfeil geschossen.

Es begann mit einem Körpertreffer, danach war es durchwachsen. Immer wieder ohne Treffer, ein Tier, weiß nicht mehr, welches, hat keine von der Gruppe getroffen. Beim Hasen habe ich einen Innenkill geschafft, einmal hatte ich Außenkill, ansonsten nur Körpertreffer.

Treffer

Gruppenbild

Wir waren recht früh, im Vergleich zu den anderen Tagen, fertig. Mit dem Bus ging es zurück, dort habe ich noch die Labekarten umgetauscht und im Souvenirladen eingekauft. Jeff kam dann auch aus dem gelben Parcours und war ziemlich fertig. Da muss es sehr steil gewesen sein. Habe auch Uwe und Volker getroffen, beide nicht ganz zufrieden mit ihren Ergebnissen.

Bevor wir gingen, haben wir die endgültigen Ergebnisse ausgehängt gesehen: ich habe mich auf Platz 26, verbessert, Tages-Platzierung war, mit meinen 176 Punkten, 11. Platz. Insgesamt haben 60 Langbogenfrauen teilgenommen.

Nach dem Abendessen bin ich zur Tennishalle gelaufen, in der die Siegerehrung stattfand. Viele standen davor, weil es innen sehr heiss und stickig war. Vielleicht hätte es geholfen, die Fenster ganz oben zu öffnen. Ich war in der Halle bis Compound blank geehrt worden ist, sprach kurz mit Matthias, der Platz 9 geschafft hat, und bin dann raus zu Uwe und Volker. Gegen 23:00 war ich wieder beim Hotel Gungau.

Samstag, Heimfahrt

Der Himmel ist leicht bewölkt, nicht zu warm, und sollte daher ein schöner Reisetag werden. Um 8:00 Uhr wurde Jeff mit dem Flughafen-Shuttle abgeholt. Vorher hat er neuseeländische Schokolade verteilt und wir haben ein gemeinsames Bild gemacht.