Aus ganz Deutschland kamen 435 Feldbogenschützen zusammen, um an der Deutschen Meisterschaft Bowhunter in Coswig teilzunehmen.

Am Freitag, 29. September, fuhren wir über die A9 nach Coswig. Zwei Staus bremsten uns und so erreichten wir unsere Unterkünfte erst um 16:00 Uhr. Nachdem Jürgen und Paolo ihre Ferienwohnung bezogen haben, checkte ich in die City Pension in Dessau ein. Das Zimmer war schön groß, im dritten Stock und der Empfang sehr freundlich. Beim netto noch reingeschaut und ein paar Lebensmittel gekauft, damit jeder was zu essen hatte.

Danach ging es zur Bogenkontrolle, die wie immer, problemlos verlief. Nur bei den Compoundern zeigte die Geschwindigkeitsmessung immer einige feets mehr an als die Schützen zuhause oder bei anderen Wettkämpfen gemessen haben. Natürlich konnten hier auch die ersten Freunde und Bekannte begrüßt werden.

Samstag, 30. September

Am ersten Wettkampftag war um 8:30 Uhr Begrüßung. Um rechtzeitig da zu sein, fuhren wir um 7:00 vom Hotel weg und konnten uns noch etwas einschießen. Der 1. Parcours, blau, war der dem Sportplatz und Treffpunkt am nächsten und so erreichten wir die Scheibe 26 recht schnell. Startschuss war um 9:20 Uhr.

Gruppenbild

Heute standen 14 Ziele in 3-Pfeil-Runde und weitere 14 Tiere in Doppelhunter an. Die Frage, von welchem Pflock (der am weiteste entfernteste) zu schießen ist, klärten wir schnell mit der Langbogengruppe vor uns. Die Auswahl der Tiere war leider nicht groß: es gab Pantherbabys, Wurstfüchse, Gänse, Biber, liegende und stehende Schweine, Bären, Steinbock und Truthennen. Auf dem sandigen Gelände standen die Ziele bergauf und bergab und boten so etwas Abwechslung. Bei dem Steinbock auf dem Feld hatten wir starken, böigen Seitenwind und erschwerte das Treffen des Zieles.

Am Ende des Tages trafen wir müde wieder beim Sportplatz ein gaben unsere Schießkarten ab. Mein Ergebnis für den Tag waren 302 Punkte.

Sonntag, 01. Oktober

Schon beim Aufwachen war der Regen zu hören und nur die Hoffnung, daß die Wettervorhersage stimmte und es bis 10 Uhr trocken würde, ließ uns wieder antreten. Diesmal verschlug es uns auf Parcours 3, rot, der am weitesten entfernt lag. Leider regnete es immer noch als wir uns auf den Weg machten und nach einem Fußmarsch von 3 Kilometern (Entfernung nach Fitnessmesser am Handgelenk) erreichten wir unseren Rangecaptain. Von da aus ging es zu den Scheiben. Diesmal war ich Targetcaptain und bei mir waren Leon, Eileen, Elli, Evelyn und Michaela an der Scheibe 26, Truthennen, wie am Vortag.

Mir machte der Regen zu schaffen, der uns bis 12 Uhr plagte, mehr oder weniger stark. Erneut 14 Tiere in einer 3-Pfeil-Runde und diesmal die Hunter-Runde. Der Parcours war sehr eben, aber selbst bei den vermeintlich leichten Schüssen konnte man vorbeischießen.

Erst als wir wieder aus dem Parcours zurück waren, habe ich die Ergebnislisten vom Samstag gesehen und stellte fest, daß ich mit meinem Ergebnis von 260 Punkten von Eileen überholt worden bin, wenn auch nur knapp mit 6 Punkten.

Während wir auf die Auswertung und Siegerehrung warteten, gab es Aufführungen von der örtlichen Aikidoka-Gruppe und dem Spielmannszug. Mir gefiel die Vorführung.

Paolo wartet   Aikidoka

Nachdem die Ergebnislisten ausgehängt und Einspruchfrist abgelaufen war, begann etwa um halbsieben die Siegerehrung.

Siegerehrung Langbogen Frauen


Langbogen Frauen:

1. Platz Eileen mit 568 Punkten
2. Platz Martina mit 562 Punkten
3. Platz Evelyn mit 521 Punkten
4. Platz Elli mit 501 Punkten
5. Platz Heike mit 498 Punkten
6. Platz Michaela mit 438 Punkten
7. Platz Carmen mit 400 Punkten
8. Platz Belinda mit 382 Punkten
9. Platz Iris mit 329 Punkten
10. Platz Elke mit 176 Punkten

Ralf, Martina, Jürgen, Paolo. Marc fehlt.


Mannschaftswertung:

3. Platz: Mixed mit Ralf Stahl, Martina Pirhofer, Jürgen Miller, Paolo Banno und Marc Lang

Die Rückfahrt fand am Montag statt, so daß alle ausgeruht waren für die lange Fahrt. Schönerweise verlief die Heimfahrt ohne Staus.